Weitere folgen. Aus zeitlichen Gründen kann ich diese Seite nicht regelmäßig bearbeiten. Ihr könnt mir gerne weitere Erfolgsmeldungen zusenden.
Zurück zur Hompage – so dass jetzt, in den letzten Stunden dieses Monats, unsere neu geretteten Bären tatsächlich hier sind! Heute um 20:00 Uhr (Montag, Ortszeit China), fuhren 3 Lastwagen mit 28 verstörten, ausgemergelten, aber schon bald freien Bären durch das Tor unseres Rettungszentrums in Chengdu und brachten unsere neuen Familienmitglieder „nach Hause“.
In den nächsten Tagen werden wir alle Hände voll zu tun haben und unser wundervolles Team aus Tierärzten, Bärenmanagern und Arbeitern wird sofort beginnen, die angekommenen Bären je nach Dringlichkeit der anstehenden medizinischen Behandlungen aufzulisten. Dann werden sie mit ihrer schon fast an ein Wunder grenzenden Arbeit beginnen und diese verletzten Körper und Seelen heilen. Wie immer wird dies eine Zeit voll emotionaler Höhen und Tiefen sein, dabei werden wir innerlich viele Tränen weinen beim Anblick dieser Tiere, die Jahrzehnte lang in Käfigen auf Bärenfarmen eingesperrt waren. Aber, die Bären brauchen unsere professionelle Hilfe, und deshalb werden wir Tränen und Ärger zurückstecken, um ganz für sie da zu sein.
Unsere oberste Priorität liegt darin, für die Sicherheit unserer Mitarbeiter sorgen. Darum müssen wir erst einmal auf die Beschaffenheit der rostigen, brüchigen Käfige dieser gequälten und verständlicherweise aggressiven Bären achten, bevor wir ihnen einfache Erleichterungen anbieten können, die sie zuvor auf den Farmen nie erfahren haben. Freien Zugang zu sauberem Wasser zum ersten Mal in ihrem Leben, Obst im Überfluss und leckere Fruchtshakes, in denen wir ihre Medikamente versteckt haben. Als Vorbereitung für die ersten Gesundheitschecks und großen Operationen, die sie so dringend brauchen. Sogar Stroh, dass wir oben auf ihre grausamen Quetschkäfige legen und dass sie schnell nach unten ziehen, um sich auf den harten Gitterstäben, die jahrelang ihre mageren Körper verletzten, ein Nest zu machen.
Dies ist die beste und zugleich schlimmste Zeit für uns alle hier in Chengdu – nicht nur für die Bären. Inmitten all dieser Aufregungen möchte ich Ihnen aber unbedingt dafür danken, dass Sie so lange an unserer Seite geblieben sind und uns vertraut haben. Auch Sie sind ein wichtiger Bestandteil unseres Rettungsteams und dieser guten Nachrichten.
Bitte klicken Sie sich in den kommenden Tagen möglichst oft in meinen Blog, um die Updates zu lesen und Fotos zu sehen, wann immer Sie gerade Zeit haben. Machen Sie eine kurze Pause und klicken Sie auf
http://www.animalsasia.org/blog_de/ und besuchen Sie die Bären, um sie – gemeinsam mit uns – bei ihren ersten Schritten in die Freiheit zu begleiten.
Noch letzten Donnerstag gab die Stadtverwaltung von Kaschmirs Hauptstadt Srinagar bekannt, mit dem Töten von 100.000 Streunerhunden beginnen zu wollen. Grund für die Maßnahme sei die von den Hunden ausgehende Tollwutgefahr gewesen. Nur 24 Stunden später verkündete ein Behördensprecher der Stadt, dass der Plan zur Tötung aufgehoben sei, so Associated Press. Ob die heftigen Proteste von Tierschützer, die ankündigten, vor Gericht zu ziehen, den Ausschlag gaben, ist unklar. Jetzt sei die Stadt bereit, mit den Tierschützern und dem Umweltministerium einen Plan zur Kastrierung der Hunde auszuarbeiten. “Wir beobachten generell einen zunehmend positiven Richtungswechsel in Bezug auf den Tierschutz und die Straßenhundeproblematik. Und das über die Grenzen Europas hinaus.”, so Philip McCreight, Leiter von Europas größten Haustierzentralregister. “Länder wie Ungarn, Bulgarien und Rumänien, um nur einige zu nennen, verstehen allmählich, dass das Problem der Straßenhunde dauerhaft nicht durch Massentötung in den Griff zu bekommen ist.” Die Motivation zum Umdenken basiert laut McCreight zwar eher auf einem nicht unerheblichen wirtschaftlichen und medialen Druck auf die jeweiligen Länder, als auf tierschützerischem Gedankengut. Aber zum ersten Mal seit vielen Jahren sind Behörden geneigt, mit internationalen Tierschutzorganisationen langfristige Konzepte für die Rettung der Straßenhunde zu entwickeln. (Tasso PM, 15.3.08)